{"id":2192,"date":"2016-12-15T00:31:53","date_gmt":"2016-12-14T22:31:53","guid":{"rendered":"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/?page_id=2192"},"modified":"2017-01-15T21:49:35","modified_gmt":"2017-01-15T19:49:35","slug":"bulletin","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/?page_id=2192","title":{"rendered":"Bulletin"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 24pt; color: #615d5d;\"><b>#1<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 24pt; color: #615d5d;\"><strong>DURCHLEUCHTEN<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><br \/>\n USCHI OBERMEIER BARBUSIG IM RAPSFELD AUF DEM COVER, IM INNENTEIL GROSSFORMATIG EIN R\u00d6NTGENBILD VOM GEHIRN ULRIKE MEINHOFS &#8211; DAS IST DIE\u00a0AUSGABE DES &#8220;STERN&#8221; VOM 15. JUNI 1972, DIE ULRIKE MEINHOF W\u00c4HREND IHRER VERHAFTUNG AM SELBEN TAGE BEI SICH TRUG. <br \/>\n MARKUS DRAPER HAT SICH IN EINER SERIE VON ACHT FINE ART PRINTS MIT DIESEM HEFT DES NACHRICHTENMAGAZINS AUSEINANDERGESETZT \u00a0&#8211; MIT\u00a0EINEM\u00a0ESSAY VON SVEA BR\u00c4UNERT<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2444\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Deutsches_Land_m-640x463.jpg\" alt=\"Draper_Durchleuchten_Deutsches_Land_m\" width=\"640\" height=\"463\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Deutsches_Land_m-640x463.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Deutsches_Land_m-290x210.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Deutsches_Land_m.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(1) aus der Serie &#8220;Durchleuchten&#8221;: DEUTSCHES LAND, 2016<br \/>\n <\/span><span style=\"color: #999999;\">Fine Art Print\u00a0auf Japanpapier, gerahmt, 59,6 x 85,6 cm<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><i>Sie sah Doppelbilder, ihr rechtes Auge begann zur Gesichtsmitte zu schielen, rechts unterhalb der Stirn sp\u00fcrte sie Schmerzen.<\/i><\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><i><br \/>\n <\/i><\/span><span style=\"font-size: 12pt;\">Am 15. Juni 1972 wurde Ulrike Meinhof in Hannover festgenommen. In ihrer Handtasche fand die Polizei \u201edie Ausgabe Nr. 26 des <i>Stern<\/i>\u00a0[\u2026]. In ihr ist eine R\u00f6ntgenaufnahme von Ulrike Meinhofs Sch\u00e4del abgebildet. Sie war entstanden, als die junge Frau 1962 an einer Gehirngeschwulst operiert wurde. Damals war der Tumor nicht entfernt, sondern mit Silberkrampen eingeklammert worden.\u201c Vier kleine Pfeile zeigen auf die Silberklammern, ein gro\u00dfer, dicker Pfeil zeigt auf den Tumor. Von oben und schr\u00e4g unten kommend kreisen sie das Problem ein, verweisen auf es, machen es dingfest. R\u00f6ntgenbild, Pfeil und Indizierung behaupten: <i>Das ist der Tumor im Gehirn der Meinhof<\/i>. \u201eTumor und Klammern sind auf dem R\u00f6ntgenbild zu sehen.\u201c In der Ableitung sagen sie: Das Gehirn (der RAF) ist krank. Was sie gedacht hat, ist das Ergebnis einer Mutation. \u201eTumore dieser Art entstehen meist durch Fehlbildungen an Blutgef\u00e4\u00dfen. Sie sind nicht b\u00f6sartig, keine Krebsgeschw\u00fcre.\u201c Dennoch liegt die Metapher des Terrorismus als Krebsgeschw\u00fcr nahe und erscheint die RAF als Tumor im Gehirn der Bundesrepublik. Ein verirrtes Gehirn. Die Verirrung verursacht durch eine Geschwulst, die die Pers\u00f6nlichkeit ver\u00e4ndert und Meinhof radikalisiert hat \u2013 so die Quintessenz des Beitrags aus dem Fr\u00fchsommer 1972.<\/span><\/h4>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Die urspr\u00fcngliche Intention der Text-Bild Zusammenstellung war Pathologisierung. Meinhof und die RAF sollten als unzurechnungsf\u00e4hig hingestellt, ihr politischer Abweg sollte als psychologisch-physiologische Aberration abgek\u00fcrzt werden. Es ist eine klassische Erm\u00e4chtigungsgeste, wie sie normalerweise <i>nach<\/i> Festnahmen geschieht. Sie unterstreicht die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber den K\u00f6rper der anderen. Zugleich dient sie der forensischen Absicherung von Identit\u00e4t. Und so ging es auch am Abend von <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/welt_print\/debatte\/article5673360\/Der-Tag-an-dem-Ulrike-Meinhof-klingelte.html\" target=\"_blank\">Meinhofs Verhaftung<\/a><\/span> vordergr\u00fcndig zun\u00e4chst einmal um Identifizierung. Denn die Polizei war unsicher, wen sie da verhaftet hatte. \u201eMeinhof war kaum mehr zu erkennen; auch Fingerabdr\u00fccke gab es nicht.\u201c Was es aber gab, war das R\u00f6ntgenbild ihres Gehirns, in eben jener Woche im <i>Stern <\/i>abgedruckt. Meinhof trug das Bild bei ihrer Verhaftung bei sich und wurde aufgrund seiner identifiziert. \u201eSieben Polizisten brachten [sie] in die Unfallklinik Marienstra\u00dfe zum R\u00f6ntgen. Apathisch lie\u00df sie dort die Prozedur \u00fcber sich ergehen. Die R\u00f6ntgenaufnahme aus dem <i>Stern<\/i> hatten die Beamten vorsorglich mit ins Krankenhaus genommen. Um 1.45 Uhr verglich der Nachtdienstarzt die beiden Aufnahmen: Sie stimmten miteinander \u00fcberein.\u201c<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2446\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Prof_Dr_med_Franz_Beckenbauer_m-640x463.jpg\" alt=\"Draper_Durchleuchten_Prof_Dr_med_Franz_Beckenbauer_m\" width=\"640\" height=\"463\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Prof_Dr_med_Franz_Beckenbauer_m-640x463.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Prof_Dr_med_Franz_Beckenbauer_m-290x210.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Prof_Dr_med_Franz_Beckenbauer_m.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(2)\u00a0aus der Serie &#8220;Durchleuchten&#8221;: PROF. DR. MED. FRANZ BECKENBAUER, 2016<br \/>\n <\/span><span style=\"color: #999999;\">Fine Art Print auf Japanpapier, gerahmt, 59,6 x 85,6 cm<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Die beiden Aufnahmen stimmten \u00fcberein. Der Beweis war erbracht. Die Frau war Ulrike Meinhof. Allerdings hatten nicht ein, sondern zwei Bilder den Beweis erbracht. Erst im Abgleich war Evidenz entstanden. Betrachte ich das Gehirn von Meinhof als Bildproblem, geht es also nicht um ein Bild, sondern um mehrere. Es geht um Doppelbilder, Zusammenstellungen und Beziehungen, die sich aus einem doppelten Sehen ergeben. Es gleicht den Hanging Protocols, mit denen R\u00f6ntgenbilder in Sequenzen angeordnet werden \u2013 ein medizinisches Verfahren, das der kuratorischen T\u00e4tigkeit \u00e4hnlich ist. F\u00fcr das Gehirn von Meinhof lassen sich mehrere solcher Hanging Protocols zusammenstellen. Sie korrelieren das R\u00f6ntgenbild mit Bildern aus der Geschichte der Bundesrepublik, die ebenso historisch wie aktuell sind; und sie vertreten das R\u00f6ntgenbild aus der Unfallklinik in Hannover, das wir nie zu sehen bekommen haben. \u201eHinter dem Gew\u00f6hnlichen sp\u00fcren sie das Bizarre, hinter dem Alltag den Abgrund und in der Provinz das Unheil auf. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Optik des <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/bundesrepublik-im-rueckblick-die-merkwuerdigkeiten-dieses-landes-14121018.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\" target=\"_blank\"><span style=\"text-decoration: underline;\">BRD Noir<\/span><\/a>.\u201c Um sie zu erstellen, betrachte ich Ausgaben des <i>Stern<\/i>, die im Zeitraum der Verhaftung erschienen sind. Auf diese Weise entsteht ein Arrangement der alten Bundesrepublik, die im Sommer 1972 mit Konsum und Abnehmen, mit schmerzfreier Wundversorgung und Leistungsdruck, mit Mord und Mode in der Provinz besch\u00e4ftigt war und die auch damals schon Katzenbilder mochte.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><b>Drei Frauen<\/b><\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><i>Der Tumor im Gehirn der Meinhof<\/i> ist in den Beitrag <i>Ein Kind aus gutem Hause <\/i>eingelassen, der von der Verhaftung Gudrun Ensslins berichtet. Auf dem Cover der Ausgabe steht Uschi Obermaier barbusig im Rapsfeld, umrahmt von einem Fotonegativ. Name des Titelbilds: <i>M\u00e4dchen im Rapsfeld mit Baum<\/i>. Was hat das <i>M\u00e4dchen im Rapsfeld<\/i> mit dem <i>Kind aus gutem Hause<\/i> zu tun? Stellen beide ein Bildproblem dar, verk\u00f6rpert im Bild der Frau? Das Fotonegativ l\u00e4sst darauf ebenso schlie\u00dfen wie die Zurschaustellung des weiblichen K\u00f6rpers. Doch was machen <i>M\u00e4dchen<\/i> und <i>Kind<\/i> mit dem <i>Gehirn<\/i>? Wie rahmen und verschieben sie das R\u00f6ntgenbild? Und was f\u00fcr Doppelbelichtungen entstehen, wenn man die Bilder der drei Frauen mit- und durcheinander betrachtet? Meinhof sagt: \u201eSie blicken nicht durch.\u201c<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Das Verh\u00e4ltnis von Meinhof und Ensslin wird im <i>Stern<\/i> als Verh\u00e4ltnis von Text und Bild gestaltet. \u00dcber das Schriftbild Ensslins hei\u00dft es in einer graphologischen Analyse: \u201eEine fundamentale Lebensangst, die ans Psychopathologische grenzt, steuert ihr Verhalten. Die Logik ihres Denkens wird durch ihre Emotionen und ihre Phantasie, die bis ans Phantastische und Wahnhafte grenzt, oft gest\u00f6rt, deshalb ist ihr Urteil oft wenig realistisch. Andererseits ist sie geistig beweglich und manchmal von erstaunlicher Gewandtheit, Sch\u00e4rfe und Konsequenz. In ihrer Hilflosigkeit gegen\u00fcber ihren inneren Schwierigkeiten besteht f\u00fcr sie die Gefahr, unter schlechte Einfl\u00fcsse zu kommen. Dabei k\u00f6nnte sie in ihrer Exaltiertheit und in ihrem Mangel an innerer Stabilit\u00e4t zu unverantwortlichen, auch kriminellen Handlungen verf\u00fchrt werden, was ihr aber in ihrer Neigung zur Selbstt\u00e4uschung dann nur schwer bewu\u00dft wird.\u201c Das Bild f\u00fcr diesen pathologischen Zustand ist das Gehirn Meinhofs, das nur von einer Silberklammer zusammengehalten wird. Seine Bedeutung wird von Ensslins Schriftbild beschrieben. Schrift und K\u00f6rper vollziehen eine gedankliche Spannung, die sich sp\u00e4ter im Gef\u00e4ngnis radikalisiert. \u201e(schreibt auf. unsere haut),\u201c notiert Ensslin 1973 in poetischer Reduktion. Die einzigen Waffen im Knast waren Schreibmaschine und K\u00f6rper. Daraus entstehen K\u00f6rperschriften.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2442\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Cover_Stern_26_72_m-640x395.jpg\" alt=\"Cover_Stern_26_72_m\" width=\"640\" height=\"395\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Cover_Stern_26_72_m-640x395.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Cover_Stern_26_72_m-290x179.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Cover_Stern_26_72_m.jpg 1101w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(3) Nachrichtenmagzin &#8220;s<\/span><span style=\"color: #999999;\">tern&#8221; Heft 26\/ 1972<br \/>\n Cover der gedruckten Ausgabe und kurzfristig verworfener Cover-Entwurf<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Auf dem Titelblatt des <i>Stern <\/i>dr\u00e4ngen K\u00f6rper und Schrift zusammen, wenn neben dem Busen von Uschi Obermaier zu lesen ist: \u201eEin Tumor im Gehirn der Meinhof. Ver\u00e4nderte eine Geschwulst ihre Pers\u00f6nlichkeit?\u201c Das Text-Bild Arrangement best\u00e4tigt, dass es \u201eauf den richtigen Ausschnitt \u201c ankommt und dass der Rahmen wichtig ist. Urspr\u00fcnglich hatte das Cover noch anders ausgesehen. Eine nackte Frau sollte mit verbundenen Augen in einem Meer von Kameras und Objektiven knien, die H\u00e4nde ausgestreckt, tastend. Ihre Haltung h\u00e4tte das fotografische Bild mit Haptik, aber auch mit Blindheit in Verbindung gebracht. Fotografie w\u00e4re die Best\u00e4tigung dessen, dass man nichts sieht, wenn man meint, ein Bild vor sich zu haben. Mit dieser Haltung k\u00f6nnte man auch das R\u00f6ntgenbild von Meinhofs Gehirn betrachten. Es zeigt n\u00e4mlich sehr wenig, auch wenn es vorgibt zu durchleuchten. Referenz und Evidenz entstehen erst durch Beschriftung und Pfeile, die den Blick auf den Tumor<i> <\/i>lenken. Und sie entstehen durch den Abgleich mit anderen Bildern.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2443\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Der_Trip_m-640x463.jpg\" alt=\"Draper_Durchleuchten_Der_Trip_m\" width=\"640\" height=\"463\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Der_Trip_m-640x463.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Der_Trip_m-290x210.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Der_Trip_m.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(4)\u00a0aus der Serie &#8220;Durchleuchten&#8221;: DER TRIP, 2016<br \/>\n Fine Art Print auf Japanpapier, gerahmt, 59,6 x 85,6 cm<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Eines dieser anderen Bilder ist das Foto von Uschi Obermaier. Mit ihm wird die Vor- und Parallelgeschichte der RAF eingeblendet: Kommune I, aber auch New Age, Ausstieg, <i>der Trip<\/i>. Eine andere Wahrnehmung, eine neue Sensibilit\u00e4t, die nicht nach Stammheim, sondern nach Indien f\u00fchrt. Allerdings l\u00e4uft Uschi im <i>Stern<\/i> nicht am Strand entlang, sondern sie steht inmitten von bl\u00fchenden Landschaften: <i>M\u00e4dchen im Rapsfeld mit Baum<\/i>. Im BRD Noir wartet hinter dem Baum der Triebt\u00e4ter. Nicht als Realit\u00e4t, sondern als Potentialit\u00e4t, die aus der Provinz erw\u00e4chst. Mit der deutschen Landschaft wird die Provinz als Ort ins Bild geholt. Wenn Uschi die Provinz ist, ist Meinhof der Schrecken. Ihr R\u00f6ntgenbild ist die hinter dem sch\u00f6nen Schein der Oberfl\u00e4che lauernde Gefahr. Die Verbindung zwischen den beiden Frauen ist eine gedachte. Sie entsteht durch das paranoide Sehen, mit dem Dal\u00ed in der pastoralen Szene von Millets <i>Angelusl\u00e4uten <\/i>den verborgenen Kindersarg erkannt hatte \u2013 eine Paranoia, die sich nachtr\u00e4glich im R\u00f6ntgenbild best\u00e4tigte.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><b>Vanitas eines wandernden Gehirns<\/b><\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Im Fall von Meinhof zeigt das R\u00f6ntgenbild ein Gehirn. Mit dem Motiv wird nicht nur auf ein Verst\u00e4ndnis von Terrorismus als mentaler Kategorie angespielt, als Tat, die einen psychologischen Effekt haben und auf das Denken einwirken will, sondern mit dem durchleuchteten Sch\u00e4del wird auch ein klassisches Vanitas-Thema aufgegriffen: der Totensch\u00e4del. Vanitas-Motive zeigen die Verg\u00e4nglichkeit des Lebens und die Nichtigkeit des Menschen. Sie finden eine Darstellung f\u00fcr das Nicht-Darstellbare, indem sie Abwesenheit sichtbar machen. Doch Meinhofs Sch\u00e4del ist nicht das Bild einer Toten, sondern es zeigt den Kopf einer Noch-Nicht-Toten. Ob sich darin auch ein Todeswunsch artikuliert? Deutlich werden zumindest Jagdlust und das Begehren nach Kontrolle. \u201eDie Polizeibeamten, die zu dieser R\u00f6ntgenaufnahme gefahren sind, erz\u00e4hlten wie Gro\u00dfwildj\u00e4ger, wie sie die Frau behandelt haben, damit sie ruhig auf diesem R\u00f6ntgentisch liegt: \u201aDrei von uns haben sich \u00fcber sie geworfen, und zwei haben ihren Kopf gehalten.\u2018 Also, die Frau hat sich schrecklich gewehrt dagegen, aber die Aufnahmen wurden gemacht, und dann hat man gewu\u00dft: Es ist Ulrike Meinhof.\u201c Sie hat sich gewehrt, die Aufnahmen wurden gemacht. \u00dcber ihr Bild, das Bild ihres Sch\u00e4dels, das das Bild einer einstigen Verletzung ist, konnte die Gefahr, die von ihr ausgeht, f\u00fcr einen Moment gebannt werden. Endlich hatte man sie. Und man hatte einen Beweis daf\u00fcr, dass man sie hatte.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Doch Vanitas-Motive sind auch Motive der T\u00e4uschung. Sie wenden sich an die Betrachterin und sagen ihr: Traue Deinen Augen nicht. Im Vanitas-Motiv einer Noch-nicht-Toten wiederholt sich der gespenstische Bildstatus der RAF. Ihre Taten mussten gesehen werden, sie selbst aber verschwinden. Wer sichtbar wurde, war schon fast gefasst. Das eigene Bild war eine Gefahr. \u201eVor Fotos f\u00fcrchteten wir uns. Niemand durfte wissen, wie wir aussahen. So wurden wir unsichtbar und immer mehr zum Phantom. \u201c Wie geht man damit um, wenn das eigene Bild verschwindet, man selbst aber immer noch da ist?<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2445\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_komplett_m-640x232.jpg\" alt=\"Draper_Durchleuchten_komplett_m\" width=\"640\" height=\"232\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_komplett_m-640x232.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_komplett_m-290x105.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_komplett_m.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(5) DURCHLEUCHTEN, 2016<\/span><br \/>\n <span style=\"color: #999999;\">\u00a08 Fine Art Prints auf Japanpapier, gerahmt, je\u00a059,6 x 85,6 cm<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Nach Meinhofs Tod am 8. Mai 1976 drehte sich die Frage um. Nun lautete sie: Wie geht man damit um, dass ein K\u00f6rper verschwindet, sein Bild aber immer noch da ist? Es ist eine Frage, die aus der Foto-Theorie vertraut ist, wo Barthes sie anhand des Bildes seiner Mutter als jungem M\u00e4dchen durchdacht hat. F\u00fcr die RAF wurde sie dahingehend beantwortet, dass das Nachleben des westdeutschen Linksterrorismus im Bild stattfindet und es die Bilder sind, die regelm\u00e4\u00dfig wiederkehren und uns heimsuchen. 2002 wurde dieser vertraute Diskurs gest\u00f6rt, als bekannt wurde, dass Meinhofs Gehirn nicht mit ihrem Leichnam beerdigt worden war. Stattdessen wurde es in Formaldehyd eingelegt und wanderte durch die Forschungslabore; es wurde erst am 22. Dezember 2002 beigesetzt. Bis dahin war <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ich-moechte-keinen-neuen-mythos\/362812.html\" target=\"_blank\"><span style=\"text-decoration: underline;\">ein Teil von Meinhofs K\u00f6rper<\/span><\/a> immer noch da.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">\u201eZuerst lag [das Gehirn] in einem Keller in T\u00fcbingen, in einem Holzregal; elf Jahre war es da, in einem Glas mit der Archivnummer ES 154\/76 zwischen tausenden von Gl\u00e4sern, alle rund, durchsichtig, und dar\u00fcber der stechende Geruch von Formalin. Dann ein anderer Keller, wieder T\u00fcbingen; nun steckte es, eingeschwei\u00dft in einen Kunststoffbeutel, zehn Jahre lang in einer Pappschachtel, bis es ein Wissenschaftler aus dem Regal holte, umf\u00fcllte und nach Magdeburg mitnahm. Dort ein grauer Stahlschrank, noch mal vier Jahre, ein milchiges Plastikeimerchen mit einer klaren Fl\u00fcssigkeit. Und in dem Eimerchen, in der Fl\u00fcssigkeit, schwamm das, was vor 26 Jahren mal das \u201aGehirn des Terrors\u2018 war: das Hirn der Ulrike Meinhof.\u201c Das nicht-beerdigte Gehirn wandert. Nicht-tot, aber auch nicht-lebendig. Gespenstisch. Es ist au\u00dfer Kontrolle und muss durch Pathologie und Biologismus wieder unter Kontrolle gebracht werden.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Im Rahmen seines Obduktionsberichts schrieb der zust\u00e4ndige Neurologe 1976: \u201eAus nervenfach\u00e4rztlicher Sicht w\u00e4ren Hirnsch\u00e4den des hier nachgewiesenen Ausma\u00dfes und entsprechender Lokalisation unzweifelhaft Anlass gewesen, im Gerichtsverfahren Fragen nach der Zurechnungsf\u00e4higkeit zu begr\u00fcnden.\u201c Nach Abschluss der Obduktion entschied er, das Objekt f\u00fcr sein Archiv aufzubewahren; Staatsanwaltschaft und Familie wussten davon nichts. Sp\u00e4ter gab er das Gehirn an einen Kollegen in Magdeburg weiter, der eine Analogie zum Gehirn von Ernst August Wagner sah: einem Massenm\u00f6rder, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Wahn vierzehn Menschen ermordet hatte (sein urspr\u00fcnglicher Plan war, das gesamte Dorf zu vernichten). Er fragte sich: \u201eAn der Sch\u00e4delbasis ist im menschlichen Gehirn die Abteilung Emotionen untergebracht, dort sitzen die Urinstinkte. Hat ein derartiger Fehler im Emotionsprogramm auch Ulrike Marie Meinhof zu einer T\u00e4terin gemacht?\u201c<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">In den \u00c4u\u00dferungen von 1972, 1976 und 2002 artikuliert sich der Wunsch nach einer einfachen <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/was-flustert-ulrike-meinhofs-gehirn\" target=\"_blank\">physiologischen Erkl\u00e4rung<\/a><\/span>. Meinhofs Radikalisierung soll auf den Blutschwamm in ihrem Gehirn zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Doch w\u00e4hrend es in den 1970er-Jahren um ein Bild ging, geht es sp\u00e4ter um ein Objekt. Es geht um einen K\u00f6rper, genauer: um einen K\u00f6rperrest. Damit ist das einstige Bildproblem wieder zu einem K\u00f6rperproblem geworden, das die Integrit\u00e4t des Leibes ber\u00fchrt. \u201eDie Frau, die an diesem Tag im zweiten Stock eines Hauses an der Walsroder Stra\u00dfe im Hannoveraner Stadtteil Langenhagen festgenommen wurde, trug das R\u00f6ntgenbild ihres eigenen Gehirns in der Handtasche.\u201c Wie seltsam muss es sein, sich derart zu verdoppeln. Da bin ich und da ist das R\u00f6ntgenbild meines Kopfes, zehntausendfach vervielf\u00e4ltigt. Ist es m\u00f6glich, die beiden Realit\u00e4ten zur Deckung zu bringen? Oder ist nicht gerade der Versuch des Abgleichs, wie ihn die Polizei in der Nacht der Verhaftung unternahm, die eigentliche Gewalt? M\u00fcsste es demnach nicht darum gehen, die Bilder und Realit\u00e4ten nebeneinander (be-)stehen zu lassen? Ihnen also mit einem schielenden oder doppelten Sehen zu begegnen, so wie jenes Sehen, an dem Meinhof vor ihrer Operation litt?<\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\"><b><br \/>\n Kaputte Typen ff.<\/b><\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Markus Draper stellt solche Doppelbilder aus eben jener Ausgabe Nr. 26 des <i>Stern <\/i>zusammen: das Gehirn neben dem M\u00fcnchener Olympiastadion; das Gehirn neben den gesprengten T\u00fcrmen des Wohnblocks Pruitt-Igoe in St. Louis; das Gehirn neben einer deutschen Landschaft; das Gehirn neben Bahngleisen mit Polizeibeamten; das Gehirn neben einem Kind mit Kamera; das Gehirn neben drei Katzenbabys. Es sind Bilder des Fr\u00fchommers 1972. Zeitaufnahmen, die Zeitschichten herstellen. Sie weisen in die Zukunft. Im September 1972, drei Monate nach Meinhofs Verhaftung, wird das pal\u00e4stinensische Kommando Schwarzer September Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft \u00fcberfallen und in Geiselhaft nehmen. Bei dem Versuch, die elf Geiseln zu befreien, werden alle get\u00f6tet. Insgesamt sterben siebzehn Menschen. Die moderne, transparente Architektur des Olympiagel\u00e4ndes wird zur Kulisse der Gewalt, aus der ein Trauma entsteht, das sich an ein \u00e4lteres Trauma bindet.<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-2447\" src=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Utopia_m-640x463.jpg\" alt=\"Draper_Durchleuchten_Utopia_m\" width=\"640\" height=\"463\" srcset=\"http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Utopia_m-640x463.jpg 640w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Utopia_m-290x210.jpg 290w, http:\/\/markusdraper.de\/wp\/wp-content\/uploads\/Draper_Durchleuchten_Utopia_m.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #999999;\">(6)\u00a0aus der Serie &#8220;Durchleuchten&#8221;: UTOPIA, 2016<br \/>\n Fine Art Print auf Japanpapier, gerahmt, 59,6 x 85,6 cm<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt;\">Ganz \u00c4hnliches verbindet sich mit dem (Doppel-)Bild von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/einstuerzende-ideale\" target=\"_blank\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Pruitt-Igoe<\/span><\/a>. Die moderne Blockstruktur des sozialen Wohnungsbaus war Mitte der 1950er-Jahre Zeichen der Hoffnung, des Fortschritts, der Nachkriegszeit. Doch 1972 wurde die Architektur als gescheitert erkl\u00e4rt und\u00a0die Anlage gesprengt. Die Sprengung gilt als der\u00a0<i>Tag, an dem die moderne Architektur starb<\/i>. Der <i>Stern<\/i> spricht von \u201ekaputten Typen\u201c und best\u00e4tigt am US-amerikanischen Vorbild: \u201eDie Nachkriegsmoderne war ein \u00dcberforderungsprojekt.\u201c Der Architekt von Pruitt-Igoe war Minoru Yamasaki, der auch das World Trade Centers entwarf. Die Geschichte dr\u00e4ngt zur Fiktion und bietet ihre eigene Interpretation an. Und die Katzenbabys l\u00e4cheln und zeigen uns, wo wir heute sind und vielleicht damals schon waren. Raspberry Reich reloaded.<br \/>\n (Dezember 2016)<br \/>\n <\/span><\/h4>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong>Svea Br\u00e4unert\u00a0<\/strong>ist DAAD Visiting Associate Professor f\u00fcr German Studies an der University of Cincinnati. Zu ihren Forschungsgebieten z\u00e4hlen Literatur, Film und Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Erinnerungs- und Traumaforschung, Medientheorie und Gender Studies. Sie ist Autorin des Buches \u201eGespenstergeschichten: Der linke Terrorismus der RAF und die K\u00fcnste\u201c (Kadmos, 2015) und Mit-Herausgeberin des Katalogs zur gleichnamigen Ausstellung \u201eTo See Without Being Seen: Contemporary Art and Drone Warfare\u201c (Mildred Lane Kemper Art Museum, University of Chicago Press, 2016).<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><b>Quellen (chronologisch):<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Ulrike Meinhofs letzter Appell. Stern. Heft 25. 11. Juni 1972, S. 30.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Titelblatt. Stern. Heft 26. 18. Juni 1972.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 M\u00e4dchen im Rapsfeld mit Baum. Stern. Heft 26. 18. Juni 1972, S. 3.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Heinrich Jaenecke: Ein Kind aus gutem Hause. Gudrun Ensslin \u2013 ihre Moral, ihre Leidenschaft, ihre Irrt\u00fcmer. Stern. Heft 26. 18. Juni 1972, S. 16-20.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Der Tumor im Gehirn der Meinhof. Stern. Heft 26. 18. Juni 1972, S. 20-21.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Ein kaputter Typ. Stern. Heft 26. 18. Juni 1972, S.68-69.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Der Mordbefehl. Ulrike Meinhof ist gefa\u00dft \u2013 geht der Terror trotzdem weiter? Stern. Heft 27. 25. Juni 1972, \u00a0 \u00a0 S. 14-20 (+132)<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Pieter H. Bakker Schut (Hrsg.): das info. Briefe der Gefangenen aus der RAF. 1973-1977. Kiel: Neuer Malik \u00a0 Verlag, 1987.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 J\u00fcrgen Dahlkamp: Das Gehirn des Terrors. Spiegel-Online. 08. November 2002.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Astrid Proll: Hans und Grete. Bilder der RAF. 1967-1977. Berlin: Aufbau, 2004.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Felix Hoffmann: Unheimlich Vertraut. Bilder vom Terror. Walther K\u00f6nig: K\u00f6ln, 2011.<br \/>\n <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2022 Philipp Felsch, Frank Witzel: BRD Noir. Berlin: Matthes &amp; Seitz, 2016.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><b>Bildnachweis:<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">(1),(2),(4),(5),(6): Fotos: Hans Georg Gaul, Berlin, Courtesy the artist<br \/>\n (3) &#8220;stern&#8221; Heft 26\u00a0\u00a018. Juni 1972, Cover und S. 3<\/span><\/p>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#1 DURCHLEUCHTEN USCHI OBERMEIER BARBUSIG IM RAPSFELD AUF DEM COVER, IM INNENTEIL GROSSFORMATIG EIN R\u00d6NTGENBILD VOM GEHIRN ULRIKE MEINHOFS &#8211; DAS IST DIE\u00a0AUSGABE DES &#8220;STERN&#8221; VOM 15. JUNI 1972, DIE ULRIKE MEINHOF W\u00c4HREND IHRER VERHAFTUNG AM SELBEN TAGE BEI SICH TRUG. 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